Parodontitis / Parodontologie

Was ist Parodontitis?

Parodontitis ist eine bakteriell bedingte entzündliche Erkrankung der Gewebe, die den Zahn umgeben und ihn im Knochen verankern.

Diese Erkrankung tritt in verschiedenen Formen auf – sie kann schnell und aggressiv verlaufen (etwa 10% der Erkrankungen) oder langsam und chronisch voranschreiten. (90 % der Erkrankungen).

Warum eine Vorbehandlung?

Nach Auffassung unseres Zahnärzte-Teams gibt es verschiedene Gründe, der eigentlichen Parodontitisbehandlung (Parodontologie) eine Vorbehandlung voranzuschalten – hier werden die wichtigsten genannt:

  1. Einer Parodontitis geht immer eine oberflächliche Zahnfleischentzündung voraus. Diese wird durch Bakterien hervorgerufen. Sie äußert sich unter anderem in geschwollenem Zahnfleisch und Zahnfleischbluten sowie Mundgeruch.
  2.  Geschwollenes Zahnfleisch führt zu erhöhten (das heißt falschen) Messtiefen der vorhandenen Taschen. Ziel der Vorbehandlung ist es, diese oberflächliche Entzündung zu beseitigen. Die Taschen reduzieren sich, da das Zahnfleisch abschwillt. Das Bluten hört auf. Ein weiteres sehr wichtiges Ziel ist es, Ihnen im Rahmen Ihrer Zahnarztbesuche die für Sie optimale Pflegetechnik zu zeigen, damit Sie später das Behandlungsergebnis halten können.
  3. Wenn die Behandlung erfolgreich sein soll, sind wir vor, während und nach der Therapie sehr auf Ihre Mitarbeit hinsichtlich der Pflege angewiesen. Dies soll im Rahmen der Vorbehandlung sichtbar werden. Die Krankenkassen werden die Parodontitisbehandlung nur genehmigen und bezahlen, wenn wir eine ausreichende Mitarbeit bescheinigen können.

Wie läuft die Vorbehandlung ab?

1.Sitzung:

Ihr behandelnder Zahnarzt verdeutlicht Ihnen die Problematik der Erkrankung anhand der angefärbten bakteriellen Beläge. Danach erläutert er Ihnen die für Sie optimale Pflegetechnik.

Im Anschluss werden alle erreichbaren bakteriellen Beläge entfernt und die Zähne werden poliert.

2. Sitzung:

In dieser Sitzung werden die neu gebildeten Beläge nochmals angefärbt, um sehen zu können, an welchen Stellen die Pflege noch nicht optimal ist – dies sind in der Regel schwer erreichbare Stellen.

Im Anschluss daran werden die noch vorhandenen Beläge erneut entfernt und die Zähne poliert.

3. Sitzung:

Dies ist die letzte Sitzung. Das Zahnfleischbluten und die Schwellungen sollten deutlich geringer geworden sein. Jetzt werden die sogenannten Taschen gemessen. Das heißt, Ihr behandelnder Zahnarzt misst, wie viel Substanz des Zahnhalteapparates wirklich verloren gegangen ist. Anhand dieser Ergebnisse wird die Entscheidung über die Behandlungsmethode getroffen und mit Ihnen besprochen.

Es gibt Fälle, in denen eine Parodontitisbehandlung nicht mehr notwendig ist.

Wie hoch sind die Kosten?

Die Kosten werden nach Zeitaufwand berechnet. Sie betragen in der Regel zwischen 70 und 200 Euro.

Sprechen Sie uns darauf an. Wir beraten Sie gerne!

Ihr Team der Prophylaxe-Zahnarztpraxis in Wuppertal